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Das Anschreiben:

Die Grundregel heißt: nur eine Seite. Wenn Sie jedoch Wichtiges mitzuteilen haben, darf es auch mehr sein, aber es muss wirklich relevant sein. Langweilen Sie den Leser mit Allgemeinplätzen, haben Sie verloren. Vermeiden Sie Bandwurmsätze, komplizierte Satzkonstruktionen und überlange Absätze. Schwer erfassbare Passagen sorgen für Unmut und bleiben nicht im Gedächtnis haften. Kommen Sie dem Leser entgegen. Gliedern Sie das Anschreiben in vier bis fünf Absätze. Beschränken Sie die Sätze auf 12 bis 15 Worte und zerlegen Sie verschachtelte und lange Sätze in mehrere kürzere. Die Schriftgröße sollte Elf-Punkt nicht unterschreiten.

Um Ihrem Text Leben einzuhauchen, feilen Sie zum Abschluss am Schreibstil. Bearbeiten Sie Ihr Anschreiben mehrmals, schlafen Sie eine Nacht darüber. Selbst erfahrene Texter brüten lange über wichtige Entwürfe. Meist enthält die erste Fassung alle Informationen, ist aber oft doppelt so lang wie gewünscht. Belassen Sie es nicht dabei. Sie tun dem Leser und folglich sich selbst keinen Gefallen damit. Das Erfolgsrezept heißt: kürzen, kürzen, kürzen. Streichen Sie umständliche Formulierungen, Füllwörter wie "aber auch" und "wie zum Beispiel" weg, Sie gewinnen dadurch viel. Wiederholungen, umständliche Phrasen gehören in den elektronischen Mülleimer. Schauen Sie sich auch einzelne Worte an. Begriffe mit mehr als drei Silben können Sie meistens durch kürzere, prägnantere ersetzen.

Vermeiden Sie den Nominalstil und passiv formulierte Sätze mit statischen Verben. Schlecht: "In die Warenwirtschaft wurde ich eingeführt. Später wurde mir dafür die Verantwortung übertragen. Die Erstellung von Konzepten, deren Durchsetzung ... sind Schwerpunkt meiner Arbeit." Besser: "In die Warenwirtschaft arbeitete ich mich ein. Heute verantworte ich diesen Bereich. Schwerpunktmäßig konzipiere ich neue Lösungen und setze sie durch." Aktiv formulierte Sätze mit vielen Verben klingen einfach dynamischer, beweisen Initiative und Tatkraft.

Letztlich sollen Sie unsichere Formulierungen vermeiden. Worte wie "glauben", "denken", "möchte", "könnte", "würde" sind in einer gut ausformulierten Bewerbung Tabu. Orientieren Sie sich stilistisch auf keinen Fall an der Sprache in den Stellenangeboten. Oft sind die Ausschreibungen mehr schlecht als recht getextet. Die Anforderungen reihen sich in Schlagworten aneinander, Substantiv an Substantiv. Übernehmen Sie bewusst oder unbewusst diesen Stil, weil Sie den Tenor der Anzeige treffen wollen, erhalten Sie ein hölzern klingendes Anschreiben, das statisch daherkommt, abstrakt bleibt und dem Leser das Verständnis erschwert. Ihre individuellen Stärken verdeutlichen Sie so nicht.

Formulieren Sie die Sätze wie: "Ich bewerbe mich, um Sie in Ihren Entwicklungsprojekten zu unterstützen." Weniger gut kommen egozentrierte Aussagen an, die nur Ihren eigenen Vorteil betonen: "Eine Stelle in der Entwicklung ist für mich ideal, um mein Wissen in der Projektarbeit und Entwicklung zu vertiefen." Hier degradieren Sie das Unternehmen als Mittel zum Zweck und provozieren eine Absage.

Referenzen und Gehaltsvorstellungen geben Sie nur dann an, wenn sie in der Stellenausschreibung verlangt werden. Nennen Sie den möglichen Eintrittstermin.

Bitten Sie um eine Einladung zum Gespräch.

  • Grußformel: Mit freundlichen Grüßen

  • Unterschrift mit Vor- und Nachnamen

Die Formatierung des Anschreibens erfolgt nach DIN 5008.

AnschreibenDIN.doc

Lesen Sie weiter: Der Lebenslauf

 

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