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Tipps zu Bewerbungen (3)       

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Auch für den Lebenslauf gilt: Es gibt kein universelles Muster für alle Biographien, sondern Sie können zwischen verschiedenen Darstellungsweisen auswählen. Unsere Beispiele sollen Ihnen verdeutlichen, was Sie alles in Ihrem Lebenslauf aufnehmen sollten und in welcher Reihenfolge Sie Ihren Lebenslauf aufbauen können. Vielleicht machen Sie sich auch einmal die Mühe und probieren verschiedene Darstellungen aus, um festzustellen, welche davon die übersichtlichste ist. Wenn Sie Fragen haben: Unsere Bewerber beraten wir individuell.

Form und Inhalt des Lebenslaufs

Fortsetzung

Ein kurzes Überfliegen des Lebenslaufs entscheidet oft darüber, ob Sie weiter im Rennen um die gewünschte Position bleiben oder nicht. Je größer die Zahl der Bewerbungen ist, umso weniger Zeit bleibt für jede einzelne. Deshalb dient zur Vorauswahl oft allein die Durchsicht des Lebenslaufs. Ist er inhaltlich nicht aussagekräftig, unübersichtlich oder voller Rechtschreibfehler, ruft er nicht das notwendige Interesse hervor und ein anderer Bewerber, der sich mehr Mühe gegeben hat, macht das Rennen.

Die Daten Ihres Wehr-, Zivildienstes oder eines Sozialen Jahres führen Sie ebenfalls auf.

Bei den Angaben zu Ihrer Ausbildung oder Berufstätigkeit beschreiben Sie bitte außerdem, wo Ihre Schwerpunkte lagen und ob Sie

  • Personalverantwortung

  • Budgetverantwortung

  • Umsatzverantwortung

  • Handlungsvollmacht

  • Prokura

hatten, damit sich Ihr Partner ein besseres Bild von Ihren Fähigkeiten, Kenntnissen und Berufserfahrung machen kann.

Ausbildung bzw. Studium mit den dazugehörenden Praktika führen Sie nicht unter Berufstätigkeit oder sogar doppelt auf.

Geben Sie für Weiterbildungen oder Kurse, die Sie absolviert haben, genau deren Umfang und Dauer an, sodass deren Relevanz besser einschätzbar wird. Für Qualifizierungsmaßnahmen, die über einen längeren Zeitraum andauerten und vielleicht auch mit einer Prüfung verbunden waren, fügen Sie Kopien der Zertifikate bei. Legen Sie aber nicht für jeden 1-2tägigen Kurs, den Sie mal besucht haben, eine Kopie der Teilnahmebescheinigung bei. Das bläht Ihre Mappe unnötig auf und ist oft nicht besonders aussagekräftig. Es reicht völlig aus, wenn Sie eine Liste der Weiterbildungen dem Lebenslauf anfügen. Bringen Sie diese Bescheinigungen zum Vorstellungsgespräch mit.

Wenn Sie im Lebenslauf Sprach- oder Computerkenntnisse angeben, ergänzen Sie diese um einen Hinweise darauf, wie gut Ihre Kenntnisse sind. Bei Sprachkenntnissen reicht die Angabe „gut“ nicht aus. Ihr Gesprächspartner möchte schon wissen, wie gut Sie telefonieren,  oder ob Sie auch in der Fremdsprache vertragsicher verhandeln können. Entsprechendes gilt für das Schriftliche.

Machen Sie Angaben zu Ihren Hobbys nur, wenn sie in einem Zusammenhang mit der gewünschten Tätigkeit stehen. Vermeiden Sie Allerweltshobbys wie z.B. 'Lesen' oder 'Reisen', weil Sie damit keine wirklich aussagekräftigen Informationen vermitteln. Dagegen kann es sehr sinnvoll sein, ein ehrenamtliches Engagement aufzuführen. Die Mitgliedschaft in einem Chor oder einer Mannschaft weist auf Ihre Teamfähigkeit hin, während die Leitung eines Löschzuges der freiwilligen Feuerwehr etwas über Ihre Führungskompetenz aussagt.

Außer Kursen und Hobbies haben Sie womöglich noch ein persönliches Highlight, mit dem Sie ganz nebenbei Pluspunkte sammeln können. Sind Sie vielleicht zweisprachig aufgewachsen? Oder haben Sie aus familiären Gründen längere Zeit im Ausland gelebt und kennen die Sprache und Kultur des Gastlandes sehr gut? Bringen Sie so etwas im Lebenslauf zur Sprache. Überlegen Sie sich, ob Sie besondere Kenntnisse oder Fähigkeiten haben, die Sie von der Masse abheben und fügen Sie diese im Lebenslauf ein.

Zuletzt noch das Datum und die Unterschrift. Damit bestätigen Sie die Richtigkeit aller Angaben. Schreiben Sie bitte Ihren Vornamen aus.

Aufbau und Form

Betrachten Sie bitte die äußere Form bei unserem Musterlebenslauf nur als ein Beispiel unter vielen. Wir warnen Sie eindringlich davor, Vorlagen aus den gängigen Textverarbeitungsprogrammen direkt zu übernehmen. Sie sind in aller Regel in den Personalabteilungen bekannt. Wenn Sie sich für eine anspruchsvolle Stelle bewerben oder aus dem kreativen Bereich kommen, gestalten Sie Ihren Lebenslauf am besten individuell.

Welche Form Sie auch wählen: Ob Sie bei Ihrem Lebenslauf die neuesten Daten ganz oben aufführen oder umgekehrt, wichtig ist Folgendes:

Achten Sie auf eine ausreichende Schriftgröße, mindestens Größe 11, damit Ihr Lebenslauf leicht lesbar ist. Die Schriftart ist auf alle Fälle die gleiche wie in Ihrem Anschreiben.

Der Aufbau muss klar und leicht zu erfassen sein, d.h. die Gliederung ist auf den ersten Blick erkennbar. Arbeiten Sie mit Überschriften, die z.B. Ausbildung, Beruf, sonstige Kenntnisse anzeigen.

Beschränken Sie die Länge des Lebenslaufs auf ein bis zwei Seiten.

Wenn Sie eine Klemmmappe verwenden, achten Sie bitte auf die Breite des linken Seitenrandes, damit der Text immer gut lesbar bleibt.

Inhalt

Unser Musterlebenslauf kann Ihnen lediglich als Anhaltspunkt dienen. Wandeln Sie ihn inhaltlich entsprechend Ihrer Person bzw. der angestrebten Position ab.

Wiederholen Sie ruhig noch einmal Namen und Adresse in Ihrem Lebenslauf. Sie erleichtern so oft die Kontaktaufnahme.

Angaben zu Name und Beruf Ihrer Eltern sind in Ihrem Lebenslauf nur dann wichtig, wenn Sie sich um eine Lehrstelle bewerben. Name und Beruf des Ehepartners interessieren den Arbeitgeber in aller Regel nicht, es sei denn, er oder sie sind in diesem Unternehmen tätig. Dagegen ist es für Arbeitgeber zumeist von großem Interesse, wenn Sie auf eine geregelte Kinderbetreuung verweisen können.

Auch Ihre Zugehörigkeit zu einer Partei oder Religionsgemeinschaft ist nur dann erwähnenswert, wenn es sich um berufsbezogene, unabdingbare Angaben wie z.B. für einen kirchlichen Arbeitgeber handelt.

Die Staatsangehörigkeit sollten Sie dann anführen, wenn Sie sich als Ausländer in Deutschland oder als Deutscher im Ausland bewerben. Weisen Sie dann auch eventuell auf Ihre gültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis hin.

Bei den Zeitangaben zu Schule und Ausbildung genügen Jahreszahlen, während Sie bei Weiterbildungen oder Berufstätigkeiten noch die jeweiligen Monate für den Anfang und das Ende des Zeitraumes angeben. Jahreszahlen wären hier zu ungenau. Versuchen Sie nicht auf diese Weise Lücken im Lebenslauf zu vertuschen. In Ihren Arbeitszeugnissen sind die genauen Termine der jeweiligen Tätigkeit dokumentiert und Sie entlarven sich selbst als Schummler. Den geübten Augen eines Personalers entgeht das nicht. Allein mit dem Versuch schaden Sie sich selbst außerordentlich!

Mal eine Zeit lang arbeitslos gewesen zu sein, ist keine Schande. Schreiben Sie deshalb einfach  „arbeitsuchend“.

 
   

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